Terracotta Fliesen Verlegung
Unsere Terracotta Fliesen sind von Meisterhand, sowie auch vom ungelernten Laien einfach zu verlegen. Terracotta wird aus natürlichem Lehm gebrannt. Dabei entstehen unterschiedliche Formen und Oberflächen. Jeder Bodenbelag ist dabei als Unikat zu sehen. Jeder Boden kann dabei verspielt und gleichmässig ungleichmässig wirken. Die Verlegung ist einfacher wie gedacht, sollte trotzdem vorher gut vorbereitet werden. Vor Allem das Verfugen wird häufig stark unterschätzt.
Als Werkzeug haben sich unbedingt folgende Gerätschaften bewährt:
Elektrische Steinsäge mit Hartmetallsägeblatt oder Fleisenschneidemaschine mit Bewässerung, Absauganlage, wie Industriestaubsauber, große Mörtelbehälter für Wasser und Mörtel,Schlagschnur, Wasserwaage, Fugenkreuze, Mörtelrührer, Kelle mit Zahnung 8 oder 10 mm, Fliesenschwamm mit Waschbox und Fugenbrett.
Verlegekreuze sind nicht unbedingt notwendig, sorgen aber für ein gleichmässigeres Verlegebild.
Folgen Sie einfach unseren Schritten, dann erhalten Sie Ihren wunderschönen und individuell gefertigten Terracotta Fliesenboden:
1. WÄSSERN
Bevor Sie mit unseren Terracotta Fliesen die Verlegung beginnen wollen, müssen diese vollständig unter sauberes Wasser getaucht werden, bis sie sich vollständig mit Wasser vollgesaugt haben. Danach stellen Sie die Fliesen ein paar Minuten zum Abtropfen auf die Seite. Das hat den Vorteil, dass beim Bearbeiten, Schneiden oder Schleifen nicht allzu viel Staub entsteht und dass der Klebemörtel nicht so schnell in die Poren eindringt, die später unschöne Flecken hinterlassen. Sollte dies einmal passieren, so lässt sich der Klebemörtel schneller entfernen. Das Wasser ist häufig durch sauberes Wasser zu ersetzen. Das hat auch den Vorteil, dass sich Fliesenstaub ab Werk und Schmutz- bzw. Staubpartikel lösen.

2. SCHNEIDEN
Unsere Terracotta Fliesen können am Besten maschinell mit einem Hartmetallsägeblatt geschnitten und abgetrennt werden. Tragen Sie bei diesem Arbeiten generell entsprechende Schutzkleidung, wie Schutzbrille für die Augen und Handschuhe. Außerdem empfiehlt sich eine Absaugung des anfallenden Staubes.
Es lassen sich auch schräge Formen, Rundungen oder eingelassene Mosaike integrieren. Bei unseren Natursteinfliesen gar kein Problem, da sie komplett durchgefärbt sind.

3. ANSCHLEIFEN; RUNDUNGEN ODER KANTEN
Unsere Terracottafliesen wurden aus Lehm gebrannt und deshalb können diese an allen Kanten, wie auch oberflächlich mit Schleifpapier überarbeitet werden. Die Schleifarbeiten empfehlen sich generell vor der Verlegung. Je nach Belieben können die Kanten abgerundet oder auch nur die Oberflächen ausgeglichen werden. Als Körnung wird 60, 80 oder 100 mm empfohlen, wobei das gröbere Schleifpapier eher abrasiv wirkt und das feinere dann für die bessere Optik sorgt. Probieren Sie es am besten selber an einer Fliese aus. Generell empfehlen wir, die Fleisen oberflächlich nochmals komplett anzuschleifen, um eventuelle Unebenheiten zu entfernen. Es ist aber kein Muss.
TIP: Spätere Beschädigungen und "Bruchstücke" lassen sich damit auch ganz einfach "wegschleifen"

4. TERRACOTTAFLIESEN VERKLEBEN
Zum Verkleben empfehlen wir unseren Natuno Flex Bio Kleber mit hervorragenden Klebe- und Fülleigenschaften. Dabei wird der Klebemörtel auf den vorbereiteten Boden mit einer 8 oder 10 mm Zahnkelle auf den Untergrund aufgebracht. Dabei emphielt es sich zusätzlich jede Terracottafliese auf der Rückseite vollflächig mit Kleber zu beschichten. So entsteht ein ausreichend dickes Klebemörtelbett, um die Fliesen im Buttering-Floating Verfahren gleichmäßig einzubetten. Verunreinigungen auf der Vorderseite sind dabei sofort mittels Schwamm und Wasser zu entfernen. Eingetrocknetes Kleber hinterläss später Spuren udnFlecke, die schwer wieder entfernbar sind.

5. IMPRÄGNIEREN UND VOR SCHMUTZ SCHÜTZEN
Dieser Arbeitschritt ist fast der wichtigste der ganzen Verlegung. Hier empfehlen wir aus unserer jahrelangen Erfahrung nur von uns empfohlene und abgestimmte Produkte. Sie können wählen aus Fußbodenhartölen, Hartwachsölen oder unserer speziell abgestimmten Imprägnierung auf Wasserglasbasis, welches nicht anfeuert. Das heisst der ursprüngliche Farbton bleibt erhalten ohne das sich die Farbe vertieft oder verändert. Um mehr Glanz zu erhalten bzw. die beliebte Patina zu bekommen, empfehlen wir unsere Öle oder Hartwachsöle. Beim Aufbringen der einzelnen Schichten bitte immer mindestens 1 Tag trocknen lassen.
Wer sich nicht an die vorgegebenen Schritte hält und das Material genügend trocknen lässt, hat unter Umständen große Probleme beim Verfugen und Abschwämmen, das sich der Fugenmörtel schlecht aus der teilweise rauhen und porigen Oberfläche herauswaschen lässt bzw. in die Poren eindringt und so die Fliesen verfärben kann.
Die führt dann leider zu sehr fleckigen Oberflächen, die sich schlecht regenerieren lassen.

6. TERRACOTTA VERFUGEN
Die entsprechenden Fugenmassen oder Fugenmörtel gibt es in verschiedenen Farbnuancen, an die Cottofarbe angepasst oder direkt davon abweichend. Alles ist möglich. Vor dem Verfugen sollten unsere Fliesen, wie oben beschrieben imprägniert, vollständig getrocknet und gesäubert sein. Mit dem entsprechendem Gummirakel wird der vorher angerührte Fugenmörtel in die Fliesenfugen abschnittsweise eingebracht. Dabei sollte nur so viel Material verarbeitet werden, wie entsprechend auch abgeschwämmt bzw. gereinigt werden kann. Ein Test, wie sich das Material verhält, an uneinsehbarer Stelle emphielt sich ebenfalls.
Vorsicht ist geboten, bei stark unterschiedlichen Farben zum Terracotta, da sich diese schnell in die Fleisen verewigen können. Und das ergibt dann unschöne Flecken.

7. REINIGUNG DES TERRACOTTABODENS NACH DEM VERFUGEN
Nach dem Einlassen des Fugenmörtels und nach der Trocknungszeit kann mit dem Schwammbrett die erste Reinigung des Fugenmörtels begonnen werden. Dabei ist auf die korrekte Trocknungszeit zu achten. Wischt man zu schnell, kann es passieren, dass sich das Material wieder aus den Fugen heraus wäscht. Wartet man zu lang, kann es passieren, dass der Fugenmörtel kaum noch zu entfernen ist.
Arbeiten Sie daher lieber in Ruhe und in kleineren Abschnitten, wenn Sie noch keine Routine entwickelt haben. Bewährt haben sich ca. 1 - 3 Quadratmeter beim Selberverleger. Profis wissen generell besser Bescheid und sollten im Zweifel vorher zu Rate gezogen werden. Sie verfügen über ausreichend Erfahrung und im Umgang mit den Verlegewerkzeugen.
Achten Sie auch genau auf die vom Hersteller vorgeschriebene Konsitenz des Fugenmörtels, zu viel Wasser kann zum Verlust der Fugenstabilität führen.

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